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Stauballergie bei Pferden behandeln

Wir alle finden es ärgerlich, wenn unser Pferd an einer Stauballergie leidet. Aber was kann man eigentlich tun, um diese Allergie bei Pferden zu heilen? In diesem Artikel werden einige Optionen zur Behandlung von Stauballergie besprochen.

Es ist ärgerlich, wenn dein Pferd unter einer Stauballergie leidet. Aber was kannst du eigentlich tun, um diese Allergie bei deinem Pferd zu behandeln? In diesem Artikel werden einige Optionen zur Behandlung von Stauballergien besprochen.

Atemwegsprobleme sind bei Pferden weit verbreitet. Viele Pferde entwickeln in diesem Zusammenhang eine Art Überempfindlichkeit oder Allergie gegenüber Staub. Schimmel, Staub, Milben und Bakterien, die in Heu und Stroh vorkommen, sind wesentliche Auslöser für solche Reaktionen. Deshalb ist es wichtig, den Kontakt mit Staub aus Heu und Stroh zu minimieren. Eine Möglichkeit besteht darin, Stroh durch staubarme Einstreu wie Holzspäne zu ersetzen. Zudem ist es ratsam, auf die Fütterung von trockenem Heu zu verzichten. Stattdessen kann Heu durch Produkte wie Gras-mix oder Lucerne-mix ersetzt werden. Diese Produkte werden schnell nach der Ernte bei hoher Temperatur kontrolliert getrocknet, wodurch Bakterien, Staub, Schimmel und Milben im Produkt vermieden werden. Gleichzeitig wird eine konstant hohe Produktqualität gewährleistet. Das trägt dazu bei, die allergieauslösende Faktoren zu reduzieren.

Arzneimittel bei Stauballergie bei Pferden

Gegen Bronchitis und Asthma bei Pferden stehen viele Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, wobei die Beseitigung reizender Stoffe vorrangig ist. Es gibt verschiedene Arzneimittel, die bei einer Stauballergie bei Pferden hilfreich sein können, darunter Ventipulmin, Sputolysin, Acetylcystein, Phoenegriek, Dampo, Eukalyptusöl, Hustemix, Hustenkur, Bronchoforte, Atussin, Drosera, Prednisolon, Dexamethason, Becotide, Flixotide, Ventolin, Ipratropiumbromid und auch Lungenspülung sowie Akupunktur.

Ventipulmin 

Ventipulmin erweitert die Atemwege und hilft, den Schleim in den Atemwegen zu verdünnen und leichter abzutransportieren. Dadurch verbessert sich die Atmung deines Pferdes, und sowohl Nasenausfluss als auch Husten werden reduziert. Zusätzlich besitzt dieses Mittel eine anti-allergische und milde entzündungshemmende Wirkung, die für Pferde mit Empfindlichkeit gegenüber Staub und Schimmelsporen vorteilhaft ist. Es fördert auch die Aktivität der Flimmerzellen, die den Schleim entfernen, was das Abhusten von festsitzendem Schleim erleichtert. Normalerweise wird Ventipulmin für einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen verschrieben.

Sputolysin 

Sputolysin verdünnt den Schleim in den Lungen, was das Auslösen des Schleims erleichtert. Beachte jedoch, dass das Pferd nicht unmittelbar aufhören wird zu husten, da dieses Mittel den Husten nicht unterdrückt. Gleichzeitig verhindert Sputolysin, dass die kleinsten Lungenbläschen zusammenfallen, wodurch die Lungenelastizität erhalten bleibt und die Wirkung von Antibiotika in den Lungen des Pferdes verstärkt wird. Schleimlöser werden üblicherweise bei akuten Atemwegserkrankungen wie Virus- oder Bakterieninfektionen verschrieben.

Acetylcystein 

Dieser effektive Schleimverdünner hilft dabei, den zähen Schleim zu lösen, wodurch er einfacher abgehustet werden kann. Zusätzlich zur Schleimlösung hat dieses Mittel eine entzündungshemmende Wirkung. Es wirkt als Antioxidans, das freie Radikale im Körper des Pferdes neutralisiert. Freie Radikale entstehen im Körper während Entzündungen und im natürlichen Alterungsprozess.

Hustenpulver 

Kräutermischungen und Hustenpulver können unterstützend verwendet werden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Mittel den Husten nicht unterdrücken sollten. Husten ist nämlich hilfreich, da er dazu beiträgt, den Schleim zu entfernen.

Phoenegriek 

Phoenegriek ist eine Pflanze, die ursprünglich bei Menschen mit Hustenproblemen eingesetzt wurde. Bei Pferden hat Phoenegriek eine hustenreizdämpfende Wirkung. Das bedeutet, dass das Pferd den Hustenreiz nicht mehr so stark empfindet. Diese Wirkung ist zwar angenehm, jedoch sollte beachtet werden, dass lediglich die Symptome gelindert werden. Es ist wichtig, auch die Ursache des Hustens zu behandeln. Dies gilt generell für alle hustenreizhemmenden Mittel. Wenn Bakterien noch in den tieferen Atemwegen vorhanden sind, ist der Einsatz von Corticosteroiden und Hustenunterdrückern nicht immer ratsam. Dampo und Eukalyptusöl sollten vorsichtig verwendet werden, da sie sonst zu stark reizen können. Es mag so wirken, als würde viel Schleim gelöst, doch in Wirklichkeit handelt es sich oft um neugebildeten Schleim. Auch homöopathische Mittel wie Bronchoforte, Hoestcur, Drosera, Allium und Belladonna können hilfreich sein.

Das Allerwichtigste bleibt aber: Richtig, das Stallklima! 

 

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